
Parodontose behandeln: Zahnarzt für Parodontitis in Hannover
Parodontose. Den Begriff kennt fast jeder. Dass er medizinisch heute Parodontitis heißt, wissen die wenigsten. Und dass beides dieselbe Erkrankung beschreibt, macht die Suche nach verlässlichen Informationen nicht einfacher.
In unserer Praxis am Schwarzen Bär 8 in Hannover-Linden behandeln wir Parodontitis nach aktuellem wissenschaftlichen Standard – strukturiert, langfristig und mit einem klaren Ziel: Ihre Zähne zu erhalten. Wer in Hannover einen Zahnarzt für Parodontose oder Parodontitis sucht, findet bei uns eine Praxis, die sowohl die Diagnose als auch die Therapie konsequent zu Ende denkt.
Parodontitis behandlung Hannover bedeutet für uns: nicht nur einmalig reinigen, sondern die Erkrankung wirklich in den Griff bekommen.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist Parodontose – und warum heißt sie eigentlich Parodontitis?
- Parodontitis Symptome – woran Sie die Erkrankung erkennen
- Parodontose behandeln in Hannover – das spricht für unsere Praxis
- Parodontitis Behandlung – der Ablauf in unserer Praxis in Hannover
- Was kostet eine Parodontitis Behandlung? Kosten und Kassenleistung
- Fortgeschrittene Parodontose heilen – was ist noch möglich?
- Ist Parodontose ansteckend?
- Parodontitis und Ihre Gesundheit – Auswirkungen auf den ganzen Körper
- Parodontitis Nachsorge – damit das Ergebnis hält
- FAQ – Häufige Fragen zu Parodontitis und Parodontose
Was ist Parodontose – und warum heißt sie eigentlich Parodontitis?
Die meisten Menschen kennen den Begriff Parodontose. Er ist seit Jahrzehnten im Sprachgebrauch verankert und beschreibt umgangssprachlich das, was Zahnärzten und Zahnärztin heute als Parodontitis bekannt ist. Der Unterschied ist mehr als sprachlicher Natur: Parodontose klingt nach Verschleiß, nach einem unvermeidlichen Prozess. Parodontitis ist das, was tatsächlich passiert: eine bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparats.

Der Zahnhalteapparat hält Ihre Zähne im Kiefer. Er besteht aus dem Zahnfleisch, den Haltefasern, dem Bindegewebe und dem Kieferknochen. Wenn sich hier eine Entzündung festsetzt, beginnt dieser Halteapparat Schritt für Schritt abzubauen. Das Zahnfleisch zieht sich zurück, die Knochenhöhe nimmt ab, der Zahn verliert seinen Halt.
Was diese Erkrankung besonders tückisch macht: Sie verläuft oft jahrelang ohne deutliche Schmerzen. Bis etwas wirklich auffällt, ist häufig schon mehr passiert, als es von außen aussieht. Wer die Parodontitis Symptome früh erkennt, hat deutlich bessere Karten.

Dr. med. dent. Nurkan Ünlü, Parodontologie & Ästhetische Zahnheilkunde, City Zahnärzte Hannover„Parodontitis ist eine stille Erkrankung. Sie verursacht oft jahrelang keine Schmerzen – und genau das macht sie so gefahrlich. Wenn Patientinnen und Patienten das erste Mal ernsthaft bemerken, dass etwas nicht stimmt, ist der Knochen manchmal schon deutlich zurückgegangen. Deshalb ist der regelmäßige Parodontal-Check für mich keine Option, sondern Pflicht.“
Parodontitis Symptome – woran Sie die Erkrankung erkennen
Parodontose Symptome sind oft unspektakulär. Genau deshalb werden sie so häufig unterschätzt oder als normal abgetan.
Typische Zeichen, die auf eine Parodontitis hinweisen:
- Zahnfleischbluten beim Zähneputzen oder von selbst – eines der frühesten und häufigsten Symptome. Gesundes Zahnfleisch blutet nicht.
- Zahnfleischrückgang – die Zähne wirken länger als früher, die Zahnhälse liegen frei, Berührungen werden empfindlich.
- Mundgeruch – entsteht durch die Bakterien in entzündeten Zahnfleischtaschen und lässt sich durch Zähneputzen allein nicht dauerhaft beseitigen.
- Lockere Zähne oder Zahnwanderungen – ein Zeichen, dass der Knochen bereits Halt verloren hat.
- Schwellung und Rötung des Zahnfleischs – besonders im Bereich einzelner Zähne oder über längere Strecken.
Das Anfangsstadium einer leichten Parodontitis verläuft oft ohne erkennbare Beschwerden. Ein regelmäßiger Parodontal-Check in unserer Praxis in Hannover-Linden ermöglicht es, die Erkrankung früh zu erkennen.
Dr. med. dent. Derya Kocak, M.Sc., zahnärztliche Leitung der CityZahnärzte Hannover„Zahnfleischbluten wird so häufig als normal abgetan – dabei ist es ein klares Warnsignal. Gesundes Zahnfleisch blutet nicht. Wer bei jedem Zähneputzen Blut sieht und das über Monate ignoriert, gibt der Entzündung Zeit, tiefer in den Zahnhalteapparat einzudringen. Ich wünschte, mehr Menschen wüssten das.“
Parodontose behandeln in Hannover – das spricht für unsere Praxis
Parodontitis braucht mehr als eine gründliche Reinigung. Sie braucht ein Konzept. Was Sie bei uns in der Zahnarztpraxis am Schwarzen Bär erwartet:
Diagnostik nach S3-Leitlinie
Wir arbeiten nach der aktuellen wissenschaftlichen Leitlinie für Parodontologie, dem höchsten methodischen Standard in der deutschen Zahnmedizin. Vollständiger Parodontalstatus, Einordnung nach Staging und Grading.
Full Mouth Disinfection als Therapiestandard
Wir behandeln den gesamten Mundraum innerhalb kurzer Zeit, um zu verhindern, dass bereits behandelte Bereiche aus unbehandelten wieder besiedelt werden.
Modernste Technologie
Wir arbeiten mit dem EMS-Setup für Guided Biofilm Therapy: PIEZON® für die Ultraschall-Reinigung, PERIOFLOW für die gezielte Behandlung tiefer Zahnfleischtaschen. Sanft, präzise, wirksam.
Keimtest bei aggressivem Verlauf
Bei besonders aktiven oder schwer verlaufenden Parodontitisfällen setzen wir gezielt einen mikrobiologischen Keimtest ein, um die Therapie individuell anzupassen.
Chirurgische Parodontaltherapie im Haus Auch bei fortgeschrittener Parodontitis müssen Sie unsere Praxis nicht verlassen. Chirurgische Eingriffe werden bei uns am Standort durchgeführt.
Feste Prophylaxemitarbeiterin für die Nachsorge
Wir arbeiten mit festen Ansprechpartnerinnen in der Prophylaxe. Kontinuität in der Betreuung ist für uns kein Zufall, sondern Standard.
Mehrsprachiges Team Unsere Praxis ist auf Deutsch, Englisch, Türkisch, Portugiesisch und Persisch erreichbar. Behandlungspläne und Nachsorgetermine können in Ihrer Sprache stattfinden.
Termin am gleichen Tag bei akuten Beschwerden
Wer mit Schmerzen oder einer akuten Entzündung anruft, bekommt noch am selben Tag einen Termin – an allen Werktagen, ohne Ausnahme.
Zentrale Lage in Hannover-Linden
Unsere Praxis liegt direkt an der Stadtbahnhaltestelle Schwarzer Bär, Linien 9 und 17. Aus Linden-Mitte, der Calenberger Neustadt, Ricklingen oder der Innenstadt sind Sie in wenigen Minuten bei uns.
Parodontitis Behandlung – der Ablauf in unserer Praxis in Hannover
Eine Parodontitis Behandlung beginnt nicht mit dem Scaler, sondern mit dem genauen Hinsehen.

Schritt 1: Diagnostik und Parodontalstatus
Zuerst erstellen wir einen vollständigen Parodontalstatus. Dabei messen wir an jedem Zahn die sogenannten Zahnfleischtaschen – das sind die Abstände zwischen Zahnfleisch und Zahnwurzel. Gesunde Werte liegen bei ein bis drei Millimetern. Tiefere Werte zeigen an, dass sich Bakterien ungehindert ausbreiten konnten. Ergänzend prüfen wir die Blutungsneigung, den Knochenstand auf dem Röntgenbild und die Beweglichkeit der Zähne.
Auf Basis dieser Daten wird die Erkrankung nach dem aktuellen wissenschaftlichen System eingestuft – nach Staging und Grading. Das Staging beschreibt, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist. Das Grading bewertet, wie schnell sie sich wahrscheinlich entwickelt. Beides zusammen bestimmt das Behandlungskonzept.
Schritt 2: Initialtherapie
Zunächst werden alle erreichbaren Beläge entfernt: oberflächlich mit Ultraschall, subgingival – also unterhalb des Zahnfleischrands – mit spezialisierten Instrumenten. Das Zahnfleisch soll zur Ruhe kommen, bevor die Therapie tiefer geht.
Schritt 3: Full Mouth Disinfection
In vielen Fällen behandeln wir den gesamten Mundraum innerhalb von 24 Stunden konsequent. Das verhindert, dass Bakterien aus noch unbehandelten Bereichen bereits gereinigte Stellen neu besiedeln. Dabei kommen PIEZON®-Ultraschallinstrumente und der PERIOFLOW-Aufsatz zum Einsatz, mit dem wir auch tief liegende Zahnfleischtaschen schonend erreichen.
Schritt 4: Keimtest
Bei besonders schwerem oder aggressivem Verlauf analysieren wir die bakterielle Besiedelung der Zahnfleischtaschen. Das Ergebnis zeigt, welche Keime aktiv sind – und ob ergänzend ein Antibiotikum sinnvoll ist.
Schritt 5: Chirurgische Parodontaltherapie
Bei fortgeschrittener chronischer Parodontitis, bei der konservative Behandlung nicht ausreicht, führen wir chirurgische Eingriffe im Haus durch. Dazu gehören Lappenoperationen sowie bei Bedarf regenerative Verfahren zum Wiederaufbau von Knochengewebe.
Schritt 6: Kontrolltermin und Neubewertung
Nach der aktiven Therapie folgt ein Kontrolltermin. Wir prüfen, wie das Gewebe reagiert hat, ob Taschen sich verkleinert haben und ob weitere Schritte sinnvoll sind. Erst dann wird die langfristige Nachsorge geplant.

Was kostet eine Parodontitis-Behandlung? Kosten und Kassenleistung
Seit 2021 ist die systematische Behandlung von Parodontitis eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Wer gesetzlich versichert ist, hat Anspruch auf eine strukturierte Parodontitisbehandlung nach der sogenannten PAR-Richtlinie – ohne Eigenanteil für die Grundversorgung.
Was die Krankenkasse übernimmt: Diagnostik, Schritt 2: Initialtherapie, unterstützende Nachsorgetermine in den ersten zwei Jahren.
Was darüber hinausgehen kann: ergänzende Maßnahmen wie ein Schritt 4: Keimtest, chirurgische Eingriffe die über die Kassenleistung hinausgehen, und individuell erweiterte Nachsorgekonzepte. Wer privat versichert ist, rechnet nach den privatzahnärztlichen Gebührenordnungen ab.
Fortgeschrittene Parodontose heilen
– was ist noch möglich?
Eine der häufigsten Fragen, die wir hören: Kann man fortgeschrittene Parodontose noch heilen?
Die ehrliche Antwort lautet: Stoppen ja, vollständig rückgängig machen nur begrenzt.
Was die Behandlung leisten kann: Die Entzündung wird kontrolliert. Der weitere Knochenabbau wird aufgehalten oder deutlich verlangsamt. Zahnfleischtaschen verkleinern sich. Zähne, die noch ausreichend verankert sind, können erhalten werden.
Was sie nicht kann: Bereits verlorener Kieferknochen wächst in der Regel nicht von selbst wieder nach. Wie gut ein schwer betroffener Zahn erhalten werden kann, hängt von mehreren Faktoren ab – dem verbleibenden Knochenangebot, der Taschentiefe, der Beweglichkeit und der Gesamtsituation im Kiefer.
Je früher eine Parodontitis behandelt wird, desto mehr lässt sich retten. Aber auch bei bereits weit fortgeschrittener Erkrankung lohnt es sich, in unserer Praxis in Hannover eine genaue Einschätzung einzuholen. In vielen Fällen lässt sich deutlich mehr erhalten, als es auf den ersten Blick aussieht.
Übertragung und Risiko – was Parodontitis wirklich ist
Parodontitis wird durch Bakterien verursacht. Diese Bakterien können grundsätzlich durch engen Kontakt weitergegeben werden – beim Küssen, durch gemeinsam genutzte Bestecke oder Zahnbürsten. In diesem Sinne ist die bakterielle Grundlage übertragbar.
Ob daraus eine behandlungsbedürftige Parodontitis entsteht, ist eine andere Frage. Das hängt von der individuellen Empfindlichkeit des Zahnhalteapparats ab, von der Mundhygiene, von Risikofaktoren wie Rauchen oder Diabetes und von genetischer Veranlagung. Anders als bei einer Erkältung reicht der Kontakt mit den Bakterien allein nicht aus, um die Erkrankung auszulösen.
Was das für den Alltag bedeutet: Wer selbst an Parodontitis erkrankt ist, sollte die Erkrankung behandeln lassen – auch weil dadurch die bakterielle Belastung im Mund sinkt und das Risiko einer Übertragung auf nahestehende Menschen reduziert wird. Wer in einer Partnerschaft lebt, in der ein Beteiligter an Parodontitis leidet, sollte die eigene Zahnfleischgesundheit regelmäßig kontrollieren lassen.
Dr. Margarete Berger, Ästhetische Zahnmedizin & Endodontologie, City Zahnärzte Hannover„Nachsorge ist kein Zusatz, den man sich sparen kann. Sie ist der entscheidende Teil der Therapie. Eine gut behandelte Parodontitis kann in wenigen Monaten zurückfallen, wenn das Recall-System nicht konsequent eingehalten wird. Das sage ich meinen Patientinnen und Patienten ganz offen – nicht um Druck zu machen, sondern weil es die Wahrheit ist.“
Parodontitis und Ihre Gesundheit – Auswirkungen auf den ganzen Körper
Parodontitis ist keine reine Munderkrankung. Das ist heute gut belegt.
Die chronische Entzündung im Zahnhalteapparat setzt Bakterien und Entzündungsstoffe frei, die über die Blutbahn in den gesamten Körper gelangen können. Die Auswirkungen von Parodontitis auf den Körper sind ein aktives Forschungsfeld der Medizin.

Es besteht ein nachgewiesener Zusammenhang zwischen Parodontitis und Diabetes. Beide Erkrankungen verstärken sich gegenseitig. Ein schlecht eingestellter Blutzucker verschlechtert die Heilungsreaktion des Zahnfleischs. Umgekehrt kann eine behandelte Parodontitis die Blutzuckerkontrolle verbessern.
Ähnliches gilt für Herzerkrankungen. Parodontale Bakterien wurden in Ablagerungen an den Herzklappen und in Arterien nachgewiesen. Der Zusammenhang ist komplex, aber medizinisch ernst zu nehmen.
Rauchen ist einer der stärksten Risikofaktoren überhaupt. Nikotin verschlechtert die Durchblutung des Zahnfleischs, dämpft die Immunantwort und lässt Entzündungen unbemerkt fortschreiten.
Wer Parodontitis behandeln lässt, tut nicht nur seinen Zähnen etwas Gutes.

Parodontitis Nachsorge – damit das Ergebnis hält
Die Behandlung ist abgeschlossen. Die Entzündung ist unter Kontrolle. Was jetzt kommt, ist mindestens genauso wichtig wie die Therapie selbst.
Parodontitis neigt dazu, wiederzukehren – vor allem dann, wenn das Zahnfleisch einmal tief erkrankt war. Bakterien siedeln sich neu an. Zahnfleischtaschen, die sich verkleinert haben, können sich wieder vertiefen. Ohne regelmäßige Kontrolle und professionelle Reinigung verliert der Behandlungserfolg über die Zeit an Stabilität.
Die Nachsorge der Parodontitis heißt in der Fachsprache Unterstützende Parodontitistherapie, kurz UPT. Sie ist seit 2021 eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung und findet in individuell festgelegten Abständen statt.
Typische Intervalle sind drei, vier oder sechs Monate – je nach dem, wie stabil das Zahnfleisch ist und wie hoch das persönliche Risiko einer Wiedererkrankung eingeschätzt wird.
In unserer Praxis am Schwarzen Bär wird die Nachsorge nicht von wechselnden Mitarbeiterinnen übernommen. Patientinnen und Patienten kommen möglich immer zu derselben Prophylaxemitarbeiterin. Das schafft Kontinuität und macht kleine Veränderungen sichtbar, bevor sie zum Problem werden.
Für die Reinigung nutzen wir das EMS-Setup mit AIRFLOW® Prophylaxis Master, PERIOFLOW für subgingivale Bereiche und PIEZON® für Ultraschallreinigung.
Zahnarzt für Parodontitis in Hannover – jetzt Termin vereinbaren
Parodontitis behandeln lassen – in Hannover-Linden, direkt am Schwarzen Bär. Vereinbaren Sie Ihren Termin online über Doctolib oder rufen Sie uns an: 0511 441188. Wer mit akuten Beschwerden anruft, bekommt noch am selben Tag einen Termin.
FAQ – Häufige Fragen zu Parodontitis und Parodontose

Eine beginnende Zahnfleischentzündung kann sich durch konsequente Mundhygiene verbessern. Eine echte Parodontitis lässt sich zu Hause jedoch nicht behandeln. Die entscheidenden Beläge sitzen in Zahnfleischtaschen, die mit Zahnbürste und Zahnseide nicht erreichbar sind. Gute häusliche Pflege unterstützt die Behandlung und hilft, die Ergebnisse zu erhalten – sie ersetzt aber keine professionelle Parodontitisbehandlung.
Parodontitis lässt sich langfristig stabilisieren, aber nicht im klassischen Sinne heilen. Einmal verlorenes Knochengewebe wächst in der Regel nicht vollständig nach. Was eine gute Behandlung leisten kann: die Entzündung unter Kontrolle bringen, weiteren Abbau stoppen und den Zustand über Jahre stabil halten. Je früher die Therapie beginnt, desto besser die Ausgangssituation.
Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Der Verlauf hängt vom Schweregrad der Erkrankung, von persönlichen Risikofaktoren wie Rauchen oder Diabetes und von der Frage ab, ob und wann eine Behandlung erfolgt. Unbehandelte, fortgeschrittene Parodontitis kann über Jahre hinweg Knochen und Haltegewebe abbauen. Wer frühzeitig behandelt, kann diesen Prozess in den meisten Fällen deutlich aufhalten.
Gesetzlich Versicherte haben seit 2021 Anspruch auf eine systematische Parodontitisbehandlung nach der PAR-Richtlinie – diese wird von der Krankenkasse übernommen. Dazu gehören Diagnostik, Ersttherapie und unterstützende Nachsorgetermine in den ersten zwei Jahren. Ergänzende Maßnahmen können Eigenanteile verursachen. Wir erstellen Ihnen vor der Behandlung einen vollständigen Kostenplan.
Ein Keimtest ist nicht bei jeder Parodontitis notwendig, aber bei besonders aggressivem oder therapieresistentem Verlauf sinnvoll. Er analysiert, welche Bakterien in den Zahnfleischtaschen aktiv sind, und hilft dabei, zu entscheiden, ob ergänzend ein Antibiotikum eingesetzt werden sollte. In unserer Praxis setzen wir den Keimtest gezielt und begründet ein.
Ein lockerer Zahn ist ein ernstes Zeichen, bedeutet aber nicht automatisch, dass er verloren ist. Wie gut er erhalten werden kann, hängt davon ab, wie viel Knochen und Haltegewebe noch vorhanden sind und wie aktiv die Entzündung ist. In manchen Fällen stabilisiert sich ein Zahn nach erfolgreicher Parodontitisbehandlung deutlich. Diese Einschätzung erfordert eine genaue Diagnostik. Wir besprechen das mit Ihnen offen und ehrlich.
Die aktive Behandlungsphase erstreckt sich typischerweise über mehrere Termine. Dazwischen braucht das Gewebe Zeit, um auf die Therapie zu reagieren. Nach der Ersttherapie folgt ein Kontrolltermin, der die weitere Planung bestimmt. Insgesamt sollten Sie für die aktive Phase mit einigen Wochen rechnen. Daran schliesst sich die langfristige Nachsorge an, die je nach Befund in Abständen von drei bis sechs Monaten stattfindet.
Die meisten Patientinnen und Patienten empfinden die Behandlung als deutlich angenehmer als erwartet. Tiefere Reinigungen können lokal betäubt werden. Entzündetes Zahnfleisch ist empfindlich, aber moderne Instrumente ermöglichen ein schonendes Vorgehen. Wer Bedenken hat, kann diese im Vorgespräch ansprechen. Wir passen das Tempo der Behandlung individuell an.
Der Laser wird in manchen Praxen als ergänzendes Verfahren eingesetzt. Die wissenschaftliche Studienlage zeigt bisher keinen klar belegten Vorteil gegenüber einer sorgfältig durchgeführten konventionellen Parodontitisbehandlung. In unserer Praxis setzen wir deshalb auf das, was die aktuelle Leitlinie empfiehlt: präzise mechanische Reinigung mit modernen Ultraschall- und Pulverstrahlinstrumenten.
Der Zusammenhang zwischen Parodontitis und Diabetes ist gut belegt und wirkt in beide Richtungen. Ein erhöhter Blutzucker verschlechtert die Heilungsreaktion des Zahnfleischs. Umgekehrt kann eine aktive Parodontitis die Blutzuckerregulation erschweren. Wer an Diabetes erkrankt ist, sollte die Zahnfleischgesundheit besonders im Blick behalten.